Unfall, Gau oder Supergau? Die sprunghafte und unsichere Informationspolitik der japanischen Regierung in Bezug auf den “Zwischenfall” im Atomkraftwerk in Fukushima zeigt wie unsicher die offiziellen Behörden im Bezug auf die Einstufung des Reaktorunglücks in Fukushima sind. Nun wurde Vorfall auf der internationalen Bewertungsskala für atomare Ereignisse auf die höchstmögliche Stufe 7 heraufgesetzt. Nun haben wir also einen “katastrophalen Unfall” welcher mit Tschernobyl verglichen werden kann. Allerdings sei dieses Katastrophen-Uprade zeitlich zum Beginn des Unglücks anzusiedeln und wäre mittlerweile wieder abgeklungen.
Die von der Bewertungsskala definierten Folgen für Mensch und Umwelt werden ignoriert oder verschwiegen. Es ist wohl der verzweifelte Versuch der Regierung mit dem “größten anzunehmenden Unfall” umzugehen, indem man einfach weg schaut und hofft es wird schon werden. Es ist aber auch die Ungewissheit, über die Tatsächlichen Folgen solch eines Unfalls, denn selbst bei Tschernobyl streiten sich noch heute die Experten über die langfristigen Auswirkungen des atomaren Unfalls. Außerdem wird bis heute von der Weltöffentlichkeit der Terminus “Supergau” beim Reaktorunglück von Fukushima gescheut. Das ist alles andere als eine offensive und aufklärende Informationspolitik der Regierungen. Die treffendste Schlussfolgerung ist wohl; die Regierung und Kommissionen wissen selber nicht, was in Fukushima los ist.





