Diese Phänomen beschreibt: Wenn zwei physikalische Teilchen irgendwann einmal in einem gemeinsamen Zustand wechselgewirkt haben und dann getrennt werden, so beeinflußt das Verhalten des einen Teilchen bei seiner Messung das Verhalten des beliebig weit entfernten anderen Teilchens. Experimentell konnte gezeigt werden, dass zwei Photonen sich korrelierend verhalten, wenn sie auf weit voneinander entfernte Interferometer treffen.
Zur Veranschaulichung seien zwei (“Quanten-”)Würfel betrachtet. Es gibt sechs verschiedene Möglichkeiten, welche Punktezahl der Würfel zeigen kann. Nun werden zwei solche Würfel, die einmal quantenmechanisch in einem gemeinsamen Zustand waren, an verschiedenen Stellen des Universums in die Luft geworfen. So lange sie sich rotierend in der Luft befinden, zeigen sie alle sechs Punktezahlen mit gleicher Wahrscheinlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt macht es noch keinen Sinn, zu sagen: “Der Würfel A zeigt diese oder jene Zahl”, da er noch auf gar keine Zahl fixiert ist. Wenn nun einer der beiden Würfel so gefangen wird, dass er auf einer Seite zu liegen kommt, kann ausgesagt werden, der Würfel zeige eine bestimmte Punktezahl. Dieses “Auffangen” würde dem Meßprozeß an einem Quantensystem entsprechen. Bis zum Meßprozeß hat sich das System noch auf gar keine Größe festgelegt. Durch den Meßprozeß wird aber eine der vielen Möglichkeiten sozusagen “eingefroren”. Das Verblüffende ergibt sich daraus, dass, wenn der zweite Würfel gemessen wird, er genau die gleiche Augenzahl anzeigt wie der erste Würfel!
So, als ob er “wissen” würde, wie der erste Würfel gefallen ist. Da die Würfel jedoch weit voneinander getrennt sind, ist es noch immer geheimnisvoll, wie der zweite Würfel – bzw. das zweite Quantensystem – “wissen” kann, wie die Messung am ersten Quantensystem ausgegangen ist. Es scheint, dass die Information zwischen den beiden Quantensystemen über ihren gegenseitigen Zustand intrinsisch (von innen her kommend) ausgetauscht wird, also mit Überlichtgeschwindigkeit.
Tatsächlich kann über die Geschwindigkeit dieses Informationsaustauschs keine Aussage gemacht werden. Es kann lediglich ausgesagt werden, dass, sobald die beiden Messungen verglichen werden können, die beiden Würfel – bzw. Quantensysteme – immer die korrelierenden Werte zeigen. Um die Messungen zu vergleichen, muß ich mich jedoch Informationen bedienen, die maximal mit Lichtgeschwindigkeit vermittelt werden können. Schneller können die beiden Messungen nicht verglichen werden.
Über den Einstein-Podolsky-Rosen Effekt kann daher geschlussfolgert werden, dass er mit mindestens Lichtgeschwindigkeit vor sich geht. Es ist jedoch aufgrund der relativistischen Grenzen, denen ein Meßprozeß unterliegt, nicht feststellbar, ob der Effekt sich mit Überlichtgeschwindigkeit ereignet. Das gleiche gilt auch im Fall der Quantenteleportation. Die Feststellung, dass teleportiert wurde, erfordert einen Informationsaustausch, der mit höchstens Lichtgeschwindigkeit vor sich gehen kann.





