Mit ‘Verstand’ getaggte Artikel

Das Paradoxon des Verstandes

Donnerstag, 08. Juli 2010

Liebe Freunde,

diese Nachricht sende ich euch direkt von der Wirkungsstätte Sokrates und Platon, deren Geist mir hier irgendwie zugänglicher erscheint. Hier lese ich natürlich auch Eure Kommentare. Nicht nur aus zeitlichen Gründen kommentierte ich eure Fragen nicht. Der eigentliche Grund hierfür war/ist, dass ich in den meisten Fragen – sofern es sich überhaupt um Fragen handelte – etwas erkannte, was ich nun kurz darstellen möchte: Sämtliche Fragen stammen aus dem Verstand* (des Kopfes). Sie unterliegen den Gesetzen der Dualität, der „Logik“ und der Ratio. Dieser Verstand ist nicht in der Lage die Wahrhaftigkeit zu erkennen (das Äußere der „Höhle“, der Matrix, des „Ding an sich“.). Hierfür ist er auch nicht gedacht. Er hilft uns dabei, hier in dieser Welt zu funktionieren. Diese Funktion ist missbraucht worden (Machtmissbrauch ist ja ein sehr altes Thema auf der Erde).


* Deshalb die Silbe „ver“ vor dem „stehen“ – anders: einfach nur stehen

Unser Verstand, der beispielsweise die „Sinnfrage des Lebens“ stellt, ist nicht in der Lage, dieses Paradoxon zu lösen – der Verstand ist in den Strukturen der Dualität (X1-X7) „gefangen“. Wie schon Aristoteles mit dem Paradox „der Lügende Kreter“* zum Ausdruck bringen wollte, dass unser Verstand (logos) nicht in der Lage ist, die Dualität zu durchbrechen.


*„Alle Kreter sind Lügner“ (behauptet ein Bewohner Kretas)

Deswegen empfehle ich das „finden“. Findet lieber aus dem Herzen. Erlebt eure Herzenswelt. Erinnert euch an Eure Kindheit, als Ihr draussen gespielt habt. Ihr habt nichts direkt gesucht, aber unheimlich viel erlebt. Im Gegensatz dazu werden wir in unserer Entwicklung mehr und mehr zum Suchenden nach etwas Bestimmtem. Wir drehen uns im Kreis, weil wir immer weiter suchen, und irgendwann sogar vergessen, nach was. Direkt suchen fixiert auf das Gesuchte, während vieles sonst ausgeblendet und nicht wahrgenommen wird. Wir sollten mehr er-leben, und dadurch “finden”. Der Großmystiker Aleister Crowley fasste seine Gralsbotschaft zusammen mit: „Tu was du willst, Liebe sei das Gesetz“. Solange wir unseren „Kopfdenkapparat“ einsetzen wird sich für uns nichts ändern – bleiben wir in der Matrix / der Höhle Platons. Friedrich Schiller bemerkt sehr trefflich: „Seit Aristoteles wissen wir, was Demokratie ist. Und doch sind wir Barbaren geblieben. So wird sich die Welt erst ändern, wenn wir diese Welt durch unser Herz ausdeuten“. Wie soll das nun gehen (jetzt stelle ich eine Frage – in der natürlich auch Widerspruch steckt)? Wie kommen wir aus unserer Matrix heraus, ohne unseren Verstand zu benutzen? Die alten Chinesen haben es mit Koans versucht. Mit wahrhaft unmöglichen und unverständlichen Fragen wie: „Wie ist der Zutritt durch die Wand?“ oder „Wie ist der Klang deiner einen Hand, wenn sie klatscht?“ versuchten die Meister ihre Schüler aus der Verstandesmatrix zu führen. Wenn wir aufgeben zu versuchen, aus einer Kugel einen Würfel machen zu wollen, dann mag es funktionieren. Ich bevorzuge das Motto „Lieber glücklich sein als recht haben“. Das Haltbarkeitsdatum „2012“ ist abgelaufen. Ich empfehle euch: Baut den Resonanzboden zur Liebe auf – euer Verstand wird ihn niemals finden. Lasst „einfach“ den Verstand los – „unsinnige“ Dinge sind wunderbar (werdet wie die Kinder).


Bevorzugt für Rationalisten:

Wenn beispielsweise Maxwells Dämon dadurch möglich würde, dass die Wissenschaft es schafft, die Welt durch sehr einfache Formeln zu beschreiben, widerspricht die Wissenschaft damit einem fundamentalen Naturgesetz und damit ihrer eigenen Methodik. Schafft sie es nicht, diese einfachen Formeln zu finden, ist das wissenschaftliche System damit gescheitert. Damit wirft der Maxwellsche Dämon eine Grundsatzfrage auf und zeigt auf ein Paradoxon. Gödels Theorem, welches auf der mathematischen Formulierung von unauflösbaren Paradoxien wie dem Lügnerparadoxon basiert, besagt, dass es nicht möglich ist, eine Karte dieser Welt zu finden, die weniger komplex ist, als die Welt selbst. Er glaubt also nicht daran, dass der Maxwellsche Dämon Informationen hinreichend komprimieren kann, um den zweiten Hauptsatz der Wärmelehre zu widerlegen.

Gödel, ein Mathematiker Kant´scher Prägung ging von der Kant´schen Prämisse aus, dass wir durch eine Brille auf unsere Welt sehen, die wir selbst nicht näher untersuchen können, da sie die eigentliche Voraussetzung dafür ist, dass wir sehen können. Er hing dem Platonismus an, welcher besagt, hinter der sinnlich wahrnehmbaren Wirklichkeit gebe es eine noch wirklichere Wirklichkeit, bestehend aus Urbildern, von denen die Dinge gleichsam nur Abbilder sind.

Erstellen wir ein neues Realitätsdesign

Dienstag, 29. Juni 2010

Für eine optimale Beziehung zu seiner Umwelt ist der Mensch unbedingt auf die Veränderung seines Bewusstseins angewiesen. Interdisziplinäre Forschungen in den Naturwissenschaften zeigen die wunderbare Komplexität von Struktur und Funktion des Gehirns, aber auch, dass alle Fragen keine einfache, widerspruchsfreie Antwort ergeben. Bein all den Forschungen über unser Gehirn und unser Bewusstsein müssen wir unsere alten Vorstellungen von Ordnung und Linearität fallen lassen. Sämtliche Modelle und Theorien werden diesem phantastischen Organ genauso wenig gerecht, wie einer seiner wichtigsten Funktionen, nämlich der unserer Realitätswahrnehmung. Neuste Forschungsergebnisse (aus der Quantenphysik, der Chaostheorie und der Holographie) belegen eindeutig, dass wir die Dinge, die wir sehen (hören, riechen usw.) eigentlich gar nicht sehen (hören, riechen usw.) dürften, weil sie in der Form überhaupt nicht existieren.

Wiederum ist das, was wir wahrnehmen, im Gegensatz zu dem, was wahrhaftig ist, so kläglich armselig, dass sich die Frage stellt: Was ist eigentlich Wirklichkeit? Niemals zuvor waren die Einflüsse auf unser Gehirn und unser Nervensystem dermaßen komplex und multidimensional, und somit förderlich und schädlich zugleich. Niemals zuvor verfügten wir über derart direkte Möglichkeiten, die es uns erlauben, mit uns selbst und unserem Bewusstsein zu “arbeiten” und dabei dem eigentlichen Weltgeschehen zuzusehen. Wir haben nun mit unserem neuen Gehirn die Möglichkeiten, eigenverantwortlich und selbstbestimmend unser Bewusstsein zu erhöhen, um uns damit wahrhaftige Lebensqualität (wahrhaftige Freude) zu erschließen.

Ein Zitat von Michael Hutchison:
“Das Gehirn hat in den letzten 10 Jahren mehr über sich selbst gelernt als in seiner ganzen Geschichte zuvor.”
Dieses Zitat ist mittlerweile 25 Jahre alt. Ich gehe davon aus, dass wir mit unserem heutigen Wissen an einer Schwelle stehen, in der unser “kopflastiger” Verstand seine Vormachtstellung abgeben wird. Andererseits prognostiziere ich erhebliche gesundheitliche Störungen. Psychischer und körperlicher Art. Wir werden uns von unserer selbsterdachten Künstlichkeit befreien, indem wir in ein kongeniales Wirken von “Herz-” und “Kopfverstand” umschalten. Vergessen wir nicht, in der Natur existierte der Verstand schon lange, bevor Gehirne existierten, die ein Bewusstsein ermöglichten (ein Beispiel hierfür ist die Raupe “Attacus edwardsii”). Dieser Verstand jedoch speist sich aus der Urquelle des Seins… Hierin sehe ich die wahre Bedeutung von “Werdet wie die Kinder” und “seelig sind die geistig armen”.

Ein ehrliches Danke

Freitag, 08. Januar 2010

Sehr eindringlich habe ich jeden ihrer/eurer Kommentare gelesen, habe sie auf mich wirken lassen. Und sie haben gewirkt, mich wahrhaftig sprachlos gemacht, und vor allem, sie haben mein Herz erreicht. Was ich ausdrücken möchte ist weitaus mehr als ein „Danke!“. Genau an dieser Stelle erkenne ich die Begrenztheit der menschlichen Sprache. Ich möchte es versuchen so auszudrücken, all ihre/eure Reaktionen – und ich meine wahrhaftig alle – lassen mich erkennen, dass ich nicht alleine unterwegs bin. Dass es sich nicht nur lohnt, sich für meinen Erinnerungsaufruf „erkennt euer naturgemäßes, göttliches Potenzial“ vollständig einzusetzen, sondern, dass dieses „göttliche Potenzial“ auch erkannt wird. Zusammengefasst würde ich es so formulieren: „Verstehen mit dem Kopf, und wirken aus dem Herzen“. Aber das sind letztlich nur leere Worthülsen…, die erst durch unser Herz belebt werden.

Vor etlichen Jahren – es war sicherlich schon in den 80ern – sagte ich einmal zu einem Freund: „Und wenn ich nur eine „verlorene Seele*“ erreichen könnte, würde sich der Sinn meines Lebens mit Freuden erfüllen“.

Heute weiß ich, dass es nicht nur EINE „verlorene Seele“ war… Durch Euch!

Danke!

*Naturgemäß kann sich eine „Seele“ nicht verlieren, unser Ego allerdings hält diese „Seele“ wie einen Konkurrenten so wundersam in Schach.