Mit ‘Wahrnehmung’ getaggte Artikel

Das Paradoxon des Verstandes

Donnerstag, 08. Juli 2010

Liebe Freunde,

diese Nachricht sende ich euch direkt von der Wirkungsstätte Sokrates und Platon, deren Geist mir hier irgendwie zugänglicher erscheint. Hier lese ich natürlich auch Eure Kommentare. Nicht nur aus zeitlichen Gründen kommentierte ich eure Fragen nicht. Der eigentliche Grund hierfür war/ist, dass ich in den meisten Fragen – sofern es sich überhaupt um Fragen handelte – etwas erkannte, was ich nun kurz darstellen möchte: Sämtliche Fragen stammen aus dem Verstand* (des Kopfes). Sie unterliegen den Gesetzen der Dualität, der „Logik“ und der Ratio. Dieser Verstand ist nicht in der Lage die Wahrhaftigkeit zu erkennen (das Äußere der „Höhle“, der Matrix, des „Ding an sich“.). Hierfür ist er auch nicht gedacht. Er hilft uns dabei, hier in dieser Welt zu funktionieren. Diese Funktion ist missbraucht worden (Machtmissbrauch ist ja ein sehr altes Thema auf der Erde).


* Deshalb die Silbe „ver“ vor dem „stehen“ – anders: einfach nur stehen

Unser Verstand, der beispielsweise die „Sinnfrage des Lebens“ stellt, ist nicht in der Lage, dieses Paradoxon zu lösen – der Verstand ist in den Strukturen der Dualität (X1-X7) „gefangen“. Wie schon Aristoteles mit dem Paradox „der Lügende Kreter“* zum Ausdruck bringen wollte, dass unser Verstand (logos) nicht in der Lage ist, die Dualität zu durchbrechen.


*„Alle Kreter sind Lügner“ (behauptet ein Bewohner Kretas)

Deswegen empfehle ich das „finden“. Findet lieber aus dem Herzen. Erlebt eure Herzenswelt. Erinnert euch an Eure Kindheit, als Ihr draussen gespielt habt. Ihr habt nichts direkt gesucht, aber unheimlich viel erlebt. Im Gegensatz dazu werden wir in unserer Entwicklung mehr und mehr zum Suchenden nach etwas Bestimmtem. Wir drehen uns im Kreis, weil wir immer weiter suchen, und irgendwann sogar vergessen, nach was. Direkt suchen fixiert auf das Gesuchte, während vieles sonst ausgeblendet und nicht wahrgenommen wird. Wir sollten mehr er-leben, und dadurch “finden”. Der Großmystiker Aleister Crowley fasste seine Gralsbotschaft zusammen mit: „Tu was du willst, Liebe sei das Gesetz“. Solange wir unseren „Kopfdenkapparat“ einsetzen wird sich für uns nichts ändern – bleiben wir in der Matrix / der Höhle Platons. Friedrich Schiller bemerkt sehr trefflich: „Seit Aristoteles wissen wir, was Demokratie ist. Und doch sind wir Barbaren geblieben. So wird sich die Welt erst ändern, wenn wir diese Welt durch unser Herz ausdeuten“. Wie soll das nun gehen (jetzt stelle ich eine Frage – in der natürlich auch Widerspruch steckt)? Wie kommen wir aus unserer Matrix heraus, ohne unseren Verstand zu benutzen? Die alten Chinesen haben es mit Koans versucht. Mit wahrhaft unmöglichen und unverständlichen Fragen wie: „Wie ist der Zutritt durch die Wand?“ oder „Wie ist der Klang deiner einen Hand, wenn sie klatscht?“ versuchten die Meister ihre Schüler aus der Verstandesmatrix zu führen. Wenn wir aufgeben zu versuchen, aus einer Kugel einen Würfel machen zu wollen, dann mag es funktionieren. Ich bevorzuge das Motto „Lieber glücklich sein als recht haben“. Das Haltbarkeitsdatum „2012“ ist abgelaufen. Ich empfehle euch: Baut den Resonanzboden zur Liebe auf – euer Verstand wird ihn niemals finden. Lasst „einfach“ den Verstand los – „unsinnige“ Dinge sind wunderbar (werdet wie die Kinder).


Bevorzugt für Rationalisten:

Wenn beispielsweise Maxwells Dämon dadurch möglich würde, dass die Wissenschaft es schafft, die Welt durch sehr einfache Formeln zu beschreiben, widerspricht die Wissenschaft damit einem fundamentalen Naturgesetz und damit ihrer eigenen Methodik. Schafft sie es nicht, diese einfachen Formeln zu finden, ist das wissenschaftliche System damit gescheitert. Damit wirft der Maxwellsche Dämon eine Grundsatzfrage auf und zeigt auf ein Paradoxon. Gödels Theorem, welches auf der mathematischen Formulierung von unauflösbaren Paradoxien wie dem Lügnerparadoxon basiert, besagt, dass es nicht möglich ist, eine Karte dieser Welt zu finden, die weniger komplex ist, als die Welt selbst. Er glaubt also nicht daran, dass der Maxwellsche Dämon Informationen hinreichend komprimieren kann, um den zweiten Hauptsatz der Wärmelehre zu widerlegen.

Gödel, ein Mathematiker Kant´scher Prägung ging von der Kant´schen Prämisse aus, dass wir durch eine Brille auf unsere Welt sehen, die wir selbst nicht näher untersuchen können, da sie die eigentliche Voraussetzung dafür ist, dass wir sehen können. Er hing dem Platonismus an, welcher besagt, hinter der sinnlich wahrnehmbaren Wirklichkeit gebe es eine noch wirklichere Wirklichkeit, bestehend aus Urbildern, von denen die Dinge gleichsam nur Abbilder sind.

Erstellen wir ein neues Realitätsdesign

Dienstag, 29. Juni 2010

Für eine optimale Beziehung zu seiner Umwelt ist der Mensch unbedingt auf die Veränderung seines Bewusstseins angewiesen. Interdisziplinäre Forschungen in den Naturwissenschaften zeigen die wunderbare Komplexität von Struktur und Funktion des Gehirns, aber auch, dass alle Fragen keine einfache, widerspruchsfreie Antwort ergeben. Bein all den Forschungen über unser Gehirn und unser Bewusstsein müssen wir unsere alten Vorstellungen von Ordnung und Linearität fallen lassen. Sämtliche Modelle und Theorien werden diesem phantastischen Organ genauso wenig gerecht, wie einer seiner wichtigsten Funktionen, nämlich der unserer Realitätswahrnehmung. Neuste Forschungsergebnisse (aus der Quantenphysik, der Chaostheorie und der Holographie) belegen eindeutig, dass wir die Dinge, die wir sehen (hören, riechen usw.) eigentlich gar nicht sehen (hören, riechen usw.) dürften, weil sie in der Form überhaupt nicht existieren.

Wiederum ist das, was wir wahrnehmen, im Gegensatz zu dem, was wahrhaftig ist, so kläglich armselig, dass sich die Frage stellt: Was ist eigentlich Wirklichkeit? Niemals zuvor waren die Einflüsse auf unser Gehirn und unser Nervensystem dermaßen komplex und multidimensional, und somit förderlich und schädlich zugleich. Niemals zuvor verfügten wir über derart direkte Möglichkeiten, die es uns erlauben, mit uns selbst und unserem Bewusstsein zu “arbeiten” und dabei dem eigentlichen Weltgeschehen zuzusehen. Wir haben nun mit unserem neuen Gehirn die Möglichkeiten, eigenverantwortlich und selbstbestimmend unser Bewusstsein zu erhöhen, um uns damit wahrhaftige Lebensqualität (wahrhaftige Freude) zu erschließen.

Ein Zitat von Michael Hutchison:
“Das Gehirn hat in den letzten 10 Jahren mehr über sich selbst gelernt als in seiner ganzen Geschichte zuvor.”
Dieses Zitat ist mittlerweile 25 Jahre alt. Ich gehe davon aus, dass wir mit unserem heutigen Wissen an einer Schwelle stehen, in der unser “kopflastiger” Verstand seine Vormachtstellung abgeben wird. Andererseits prognostiziere ich erhebliche gesundheitliche Störungen. Psychischer und körperlicher Art. Wir werden uns von unserer selbsterdachten Künstlichkeit befreien, indem wir in ein kongeniales Wirken von “Herz-” und “Kopfverstand” umschalten. Vergessen wir nicht, in der Natur existierte der Verstand schon lange, bevor Gehirne existierten, die ein Bewusstsein ermöglichten (ein Beispiel hierfür ist die Raupe “Attacus edwardsii”). Dieser Verstand jedoch speist sich aus der Urquelle des Seins… Hierin sehe ich die wahre Bedeutung von “Werdet wie die Kinder” und “seelig sind die geistig armen”.

Erwachen aus dem kollektiven Traum

Freitag, 04. Juni 2010

Ich halte es für erforderlich, Euch eine Art Verständnis davon zu vermitteln, was ich unter unserer Transformation verstehe. Transformation als Zustand des Erwachens – aus dem kollektiven Traum (Matrix).

Wirkliches „Sehen“, Erkennen usw.,  ohne das Gesehene (erkannte usw.) zu verzerren oder zu verändern ist nur dann möglich, wenn der Sehende alle Bestrebungen, die Dinge in eine bestimmte Richtung zu lenken, aufgegeben hat. Genau dieses ist der Augenblick der Transformation, das Erwachen von Einsichten, die wiederum die Gesellschaft transformieren und eine neue Generation hervorbringen wird. Echte Transformation ist nicht das Resultat irgendeiner Revolution der Rechten oder Linken (usw.) sondern einer inneren Revolution, die uns von den sinnesabhängigen Werten zu jenen Werten führt, die nicht durch äußere Bindungen oder Einflüsse bestimmt sind.

Hinderlich für uns war bisher, dass zwei Arten von Zeit existieren. Eine chronologische Zeit und eine psychische Zeit – eine Zeit, die der Mind selbst ist -, und es herrscht Verwirrung in Bezug auf diese beiden Arten von Zeit. Die psychische Zeit ist der Prozess des Werdens. Diese Zeit als „das Werden“, das „“Ich werde sein“, ist aus der Illusion geboren und stellt eine Manifestation des Egos dar, das sich durch seine Unwissenheit selbst erhält, selbst nährte und durch diesen Prozess seine eigene potentielle Energie als Ich-Bewusstsein speichert. Dieses Bewusstsein wird von uns durch das Funktionieren unserer Sinne wahrgenommen! Das „Ego“ als Produkt der psychischen Zeit, das sich in Form von Gedanken manifestiert, kann letztlich nichts tun, um sich selbst zu befreien oder zu transformieren. Nur durch einen „negativen“ Ansatz, das heißt, durch die Wahrnehmung und „Negierung“ jeglichen Denkens, welches den Wunsch in sich trägt, das „was ist“, in das, „was sein soll“ zu verändern. Genau dieses kennzeichnet die direkte Wahrnehmung dessen, „was ist“ – woraus  eine Befreiung aus den Gesetzen der Zeit möglich wird.

In diesem Zustand der Wahrnehmung benutzt der Mind das Denken nicht, um sich selbst aufrechtzuerhalten, hier existiert weder der Denkende noch der Gedanke, weder der Erfahrende, noch die Erfahrung. Der Mind, der im „Werden“ oder Streben gefangen ist, ist das Produkt der Zeit, das sich selbst transformiert. Aus der „Negierung des Falschen“  ergibt sich im Moment seines Entstehens die große Wahrheit, das direkte Wahrnehmen der Dinge an sich – so, wie sie tatsächlich sind.  Dieser Zustand entspricht einer neutralen Betrachtung, ohne einen Versuch etwas verändern oder zuordnen zu wollen. Absichtslos. Gedankenlos. Indem wir so eine Art des „nichteingehen des Denkens oder Willens“ betreiben, vereiteln wir hierdurch zusätzlich auch die tiefen Wurzeln von Hass, Wut, Gier, Angst. In diesem Zustand existieren derartige Zustände ohnehin nicht mehr. All diese Attribute sind Wirkaspekte des Subjektiven – Wirkaspekte unserer Gedanken.

Nur eine totale (eben nicht fragmentarische) Wahrnehmung kann sowohl den Beobachter als auch das Beobachtete negieren. Das Sehen dessen „was ist“ bedeutet die Transformation. Der Denkprozess an sich als Bewertung oder Beurteilung Beobachteten spaltet den Denkenden vom Herzen ab.

Dunkle Materie und dunkle Energie

Montag, 15. Februar 2010

In meinem Blog-Artikel “Was ist Wirklichkeit” hatte ich schon mal kurz über die Arbeiten von Giuliana Conforto berichtet, sie hat auch in meinem Dokumentarfilm mitgewirkt. Hier noch mal ein kleiner Auszug aus ihrem Buch „Das organische Universum“:

„Apokalypse – beziehungsweise Offenbarung – ist tatsächlich das Wiedererwachen von Erinnerungen, die in Vergessenheit geraten waren. Und es geht um noch mehr. Dieses Buch spricht auch über die verschiedenen möglichen „Zukünfte“. Das ist keine Science-Fiction. Einem Theorem zufolge existieren verschiedene Zukünfte, oder besser gesagt: Pläne für verschiedene Zukünfte, bereits. Obwohl dies nur einfache Quantenphysik ist, bestehen wissenschaftliche Geister darauf, eine einzige Vergangenheit gehabt zu haben, und glauben auch, sie hätten eine einzige Zukunft.

Erstaunlicherweise betrachtet keine wissenschaftliche Theorie die Gegenwart, diesen flüchtigen Augenblick, der uns die Freiheit lässt, auszuwählen, an welcher Zukunft wir teilnehmen möchten. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, den alle Menschen fühlen. Sie können nun verstehen, was Apokalypse auch noch bedeutet: den Zusammenbruch einer Wissenschaft, die das menschliche Sein aus der Forschung ausgeklammert hat. Die meisten Wissenschaften basieren auf Tabus, die von den Wissenschaftlern nicht in Frage gestellt werden.“

Giuliana Conforto, Das Organische Universum, Mosquito-Verlag, Potsdam, 2005

Heute möchte ich noch mal auf die dunkle Materie und die dunkle Energie eingehen. Das uns bekannte Universum teilt sich ja bekanntlich auf in 70 Prozent dunkler Energie, 25 Prozent exotischer Materie und nur fünf Prozent gewöhnlicher Materie. Die Astrophysiker wissen bisher nicht, woraus diese 95 Prozent des Universums eigentlich bestehen, sie haben bislang nur herausgefunden, dass diese enormen 95 Prozent nicht den bekannten Naturgesetzen folgen, welche die Menschen normalerweise „Naturgesetze“ nennen. Was bekannt ist, dass dunkle Energie und dunkle Materie nicht-baryonisch sind, also ohne Trägheit/Gewicht, unsichtbar und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Das „Übernatürliche“ im Sinne von nicht den Naturgesetzen folgend, überwiegt also in einem deutlich höheren Anteil. Nach den Arbeiten von Giuliana Conforto könnte die dunkle Energie als intelligente Ursache der uns sichtbaren „Wirklichkeit“ gelten. Ihre Meinung dazu:

„Sie befindet sich im „leeren Raum“, wobei sie vielleicht vergessen, dass der leere Raum überall ist und voller Energie steckt, wie man auch aus der Quantenphysik folgern kann. „Vakuum“ gibt es tatsächlich innerhalb jedes einzelnen Atoms und daher auch in allen aus Atomen aufgebauten Körpern.“

Verbinden wir einmal alle diese Fakten und sehen uns an, was man daraus erhält. Diese dunkle Energie, kann überall sein, außerhalb wie innerhalb unseres Planeten, des Sonnensystems wie auch unseres Körpers. Welche Überraschung; könnten die beobachteten Vakuumfluktuationen nicht durchaus eine Art dunkle Energie sein, die auf einer für unsere Zellen typischen Längenskala wirkt? Dieses Wahrnehmen erfordert jedoch eine Art des „hineinhorchens“, welche über die emotionale Wahrnehmungsebene erfolgt. Eine Art Selbst-Beobachtung, wie schon Sokrates sie beschrieb. Bedauerlicherweise identifizieren sich die Menschen irrtümlicherweise mit dem Außen, mit eigenen Glaubenssätzen, und halten dies für die Realität – anstatt die “Tatsächlichkeit” mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wir Menschen sind Teil des Universums und können Gödels Theorem zufolge dessen logische Vollständigkeit gar nicht zeigen. Zudem fühlen wir Menschen Emotionen, Liebe, Bewusstsein – dies alles sind Aspekte, die ein mathematisches Universum auf dramatische Weise zur Gänze ausschließt. Würde es nur um Mathematik gehen, sollten wir uns wenigstens einmal fragen, wie und warum wir zu einer solch unlebendigen und lieblosen mechanischen Welt gekommen sind.

Die dunkle Energie, die das Universum regiert, ist letztlich der Beweis dafür, dass Wissenschaftler ihre eigenen Entdeckungen vergessen, vor allem jene, die nicht zu ihrem Haupt-Glaubenssatz passen, nach dem das Universum rein mathematisch sei. Physiker haben die ewige Harmonie bereits entdeckt, die viel zur dunklen Energie beitragen kann: Sie ist das, was sie die „Schwache Kernkraft“ genannt und genauso sehr vernachlässigt haben, wie sie auch immer noch deren eigentliche Natur ignorieren: Musik, sowohl himmlische als auch irdische. Die schwache Kernkraft ist die himmlische Musik, die jedem Körper Leben, Takt und Bewegung gibt; sie ist die ewige Harmonie, die wissenschaftliche Instrumente nicht hören können; sie ist eine frühere Seite des kosmischen Lebens, während die elektromagnetische Kraft ein späterer Aspekt ist. Diese beiden Seiten, die schwache und die elektromagnetische, ergeben zusammen die eine elektroschwache Kraft, wie die Physiker sie in den siebziger Jahren entdeckt haben.

Dies ist die Hauptthese von Giuliana Conforto, die sogar von einem Hauptmerkmal der schwachen Kraft bestätigt werden könnte: von der Paritätsverletzung. Die Paritätsverletzung ist auch ein Hauptmerkmal aller Systeme, die geboren werden und sterben, die also den Pfeil der Zeit aufweisen; dieses Phänomen ist auch als „Händigkeit“ bekannt. Dieser Ausdruck deutet an, dass die von uns beobachtbare Natur (die fünf Prozent) eine Hand der anderen vorzieht. Organische Moleküle, Planeten, Sonnensysteme, Spiralgalaxien, Kristalle, alle bevorzugen eine Hand – üblicherweise die linke, das heißt, sie rotieren links herum, während nur wenige rechts herum rotieren. Unsere menschlichen Gehirnhemisphären verletzen ebenfalls die Parität, da sie sich funktionell voneinander unterscheiden. Paritätsverletzung betrifft auch unser Haupt-Handlungssystem: unser zentrales Nervensystem und seine Abermilliarden von Neuro-Rezeptoren, die das übertragen, was wir als Emotionen fühlen. Der Neurochemikerin Candace Pert zufolge ist das Verhalten der Rezeptoren biochemischer und nicht nur rein elektrischer Natur, wie früher angenommen wurde. Und jedes biochemische Verhalten hängt offensichtlich von allen universellen Kräften ab, einschließlich der schwachen. Perts Entdeckungen haben die Einheit des Körper-Geistes gezeigt.

Wenn die schwache Kraft das kosmische Leben ist, dann können wir auch die Einheit von Mensch und Universum verwirklichen!

Set und Setting

Freitag, 12. Februar 2010

Sofern die transformierenden Einflüsse überhaupt ihr Ziel erreichen sollen, halte ich es für erleichternd, seine Sinne auf Empfang auszurichten – nach dem Motto: „wie soll ich etwas verstehen, wenn ich nicht zuhöre?“.

Heute Vormittag, inmitten der Alltagsroutine, wurde mir plötzlich klar: Wie soll ich in diesem Zustand etwas Außergewöhnliches empfangen, wenn ich nicht zuhöre? Diese Erkenntnis durchzuckte mich, als ich während der Erledigung diverser Arbeiten meine Lieblingsmusik laufen ließ. Irgendwann, als meine Musik zu Ende war, bemerkte ich, dass ich diese Musik nur als Beschallung wahrgenommen habe. Natürlich wusste ich, dass diese spezielle Bachkantate mich immer ganz besonders tief berührt, mir Freude bereitet. Nun war dieses Stück also vorbei, ohne dass ich etwas davon wahrgenommen hatte. Die Erklärung hierfür liegt auf der Hand, ich habe einfach nicht hingehört. Genau in diesem Moment erkannte ich ein sehr grundsätzliches Problem. Unsere Wahrnehmung richtet sich nach unseren inneren Ausrichtungen, ein Mechanismus der in der Psychologie als “selektive Wahrnehmung” bezeichnet wird. An dieser Stelle drängt sich mir irgendwie die Frage auf, wer oder was nimmt denn eigentlich diese Selektion vor? Wenn wir ernsthaft hierüber nachdenken, gelangen wir zu der Erkenntnis, dass es überwiegend unsere Programme sind, die hier ihre Wirkung zeigen.

Hierzu ein Selbstversuch: Stellt euch einfach einmal in die Eingangstür eures Zimmers. Wohin wandert euer Blick als erstes? Wohin auch immer sich euer Blick richten wird, es ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis, welches sich aus all eueren Erfahrungsmustern herausgebildet hat. In derartigen Situationen wären wir quasi unseres “freien Willens” enthoben. Zu diesen Ergebnissen kommen zumindest die Neurologen (Libet et al.). Hier obsiegt das Unbewusste, hier steuern unsere Neuronen unsere Handlungen. Das jedenfalls verstehen die Gehirnforscher unter dem “½ sek. Phänomen”. Ein eigenständiges neuronales Ereignis eilt unserer Handlung mindestens eine ½ Sekunde voraus… weil wir unbewusst sind.

Sofern wir jedoch von unserer Option Gebrauch machen, unseren unbewussten Entscheidungen Einhalt zu gebieten, würden wir unser naturgegebenes Recht auf unseren Freien Willen auch nutzen. Hier würden wir unsere Neuronen beauftragen, unsere von uns selbst bewusst gewollte Handlung auszuführen und nicht etwa ein Programm. Über unseren ausgeprägten Willen sind wir tatsächlich in der Lage, unsere Programme, unsere Muster zu umgehen. Diesen Sachverhalt möchte ich in dieser heutigen Darstellung jedoch nicht weiter vertiefen. Hier soll lediglich darauf hingewiesen werden, dass mögliche Transformationsprozesse, die uns ganz persönlich betreffen, als solche nur wahrgenommen werden können, wenn wir unsere Wahrnehmung entsprechend ausrichten. Sofern wir dieses berücksichtigen, könnten sich einige unerklärliche Symptome, die wir bisher als negativ und störend empfunden haben, durchaus als eine Erscheinungsform unserer Transformation entpuppen. So könnten beispielsweise störende Unruhe und Kopfschmerzen als Symptome unserer eigenen Ignoranz erkannt werden, neue Inspirationen (Eingebungen) zuzulassen. Um das jedoch zu erkennen, bzw. zuzuordnen, sollten wir “in uns hinein hören” – also auf Empfang schalten. Dieses “in uns hinein hören” sollte einer bewusst getroffenen Entscheidung folgen. Ähnlich einem Entschluss, aus einem Sprachgewirr von hunderten Menschen, die gleichzeitig reden, nur eine Stimme herauszuhören. Physiologisch gesehen sind wir hierzu alle in der Lage.

Darüber hinaus möchte ich noch auf eine Besonderheit hinweisen, die unseren Wahrnehmungserfolg erheblich steigern kann. Dieses Erfolgsrezept heißt “Set und Setting”. Set und Setting sind vom Psychologen Timothy Leary im Zusammenhang mit der Einnahme der psychoaktiven Droge LSD geprägte Begriffe. Leary erforschte die Wirkung dieser Substanz auf Menschen, und mit Set und Setting bezeichnet er die mentale Verfassung des Konsumenten (Set) sowie seine Umgebung (Setting). Nach Leary hängt die Wirkung von LSD nicht nur von der Dosis ab, sondern auch von der Stimmung, den Gedanken und der Erwartungshaltung des Konsumenten sowie von dessen Umgebung zum Zeitpunkt der Einnahme und den damit individuell hervorgerufenen und wahrgenommenen Eindrücken. Timothy Leary sah psychedelische Drogen als Mittel zur Neu-Programmierung des Gehirns, d.h. der Aufhebung vorhandener Prägungen und der gleichzeitigen Öffnung für neue Prägungen. Leary betonte den Einfluss von Set (innere Einstellung des Konsumenten zum Zeitpunkt des Rausches), Setting (Umgebung und Umfeld bei der Sitzung) und Dosis auf den Wirkungsverlauf halluzinogener Drogen. Nach Leary kann durch günstiges Set und Setting das Entstehen von Psychosen durch Psychedelika verhindert werden. Dieses war lediglich ein Beispiel; Set und Setting lassen sich genauso gut auf ein Konzert, eine Meditationssitzung usw. als “Droge” anwenden.

Auch wenn ich Gefahr laufe, dass einige Leser dieses Beispiel als „danebengegriffen“ deuten werden, einzig weil hier von LSD berichtet wird, so möchte ich jedoch erinnern, dass Professor Leary in erster Linie ein Psychologe war. Psychologen gehen dem Auftrag nach, welche Strukturen unsere Psyche aufweist. Bekanntermaßen zählt Timothy Leary zu den ganz Großen in seinem Fachbereich. Nicht zuletzt, weil er an der renommierten Harvard University lehrte. Wer sich etwas näher mit dem Thema “Set und Setting” befasst, wird feststellen, dass es sich hierbei um ein außerordentlich mächtiges Instrument handelt. Um es an einem simplem Beispiel festzumachen: wenn wir uns im Konzertsaal ein bekanntes Musikstück anhören, wird es uns intensiver gefallen, als wenn wir dieses Musikstück während der Autofahrt im Feierabendverkehr hören. Im Konzertsaal sind wir vorbereitet – haben die bewusste Entscheidung getroffen, dort hinzugehen (durch Zufall geschieht das eher selten), und freuen uns auf dieses Ereignis. Darum geht es beim “Set und Setting”. Wenden wir dieses Prinzip nun auf unsern speziellen Wahrnehmungsauftrag an, mögliche Transformationsvorgänge in uns wahrzunehmen, dann werden wir hiermit erfolgreicher sein, als ab wir “einfach so dahin leben”. Probiert es doch einfach mal aus.

Nun mögen die Kritiker unter uns der Meinung sein, dass es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen kosmischen Feldern und biologischen Systemen gibt. Erst recht keinen Zusammenhang, zwischen kosmischen Feldern und unserer Psyche. Diesen Kritikern sei gesagt, dass es diese Zusammenhänge tatsächlich gibt. Zitierfähige Veröffentlichungen (peer reviewed articles) hierüber liegen in beeindruckender Anzahl vor. Zusammenfassend sollten diese Zeilen zunächst genügen:

Die Zunahme von psychischen Auffälligkeiten steht in einem Zusammenhang mit solaren und terristischen Feldern. Eine große Anzahl von Studien haben signifikante Wirkweisen physikalischer, biologischer und gesundheitlicher Natur aufgezeigt, die mit den Veränderungen der Sonnen- und der Geomagnetischen Aktivität (S-GMA) in Zusammenhang stehen. Abweichungen der Sonnenaktivität, der Geomagnetischen Aktivität und der Ionen/Elektronen Konzentrationen der Ionosphäre, stehen alle durch geophysikalische Vorgänge in höchstem Maße miteinander in Korrelation und sind stark miteinander vernetzt*.
*Neil Cherry et al. 2001, Schumann Resonances, a plausible biophysical mechanism for the human health effects of Solar/Geomagnetic Activity

Wer also ernsthaft gewillt ist, sich dieser fundamentalen Thematik zu stellen, wird sicherlich das bekommen, wonach er wirklich sucht. Denn für alle gilt die selektive Wahrnehmung – und dann wird er das finden, was er finden will.

Ich sehe genau das, was ich sehen will!
Versucht es selber…

Quantenwirklichkeit und Alltagswelt – Teil 2

Freitag, 27. November 2009

Nach der von ganz anderer Seite entwickelten quantenphysikalischen Theorie der Dekohärenz (Kollaps) braucht es zur Beschreibung der Wirklichkeit unabdingbar die drei Grössen Objekt, Umgebung und Bewusstsein/Wahrnehmung. Die Dekohärenztheorie erhebt den Anspruch, Quantenwirklichkeit und Alltagswelt (bzw. klassische Physik) in ein konsistentes Modell zu bringen (siehe http://www.decoherence.de) sowie erklären zu können, warum die Makrowelt scheinbar klassische Qualitäten hat. Danach ist die Quantentheorie die gültige Grundlage für alle physikalischen Theorien. Darin eingeschlossen ist die Voraussetzung, dass unsere mentale Aktivität immer mit den physikalischen Prozessen unserer Umwelt interagiert. Mit «Objekt» ist daher eine quantenphysikalische Superposition (eine quantenkohärente Welle) gemeint, die wir erst durch unsere Beobachtung, Messung oder andere Beeinflussung zum Kollaps (zur Dekohärenz) und damit in einen klassischen Zustand bringen. Unser Bewusstsein ist also vom wahrgenommenen Resultat nie zu trennen. Man erinnert sich mit Erstaunen an die alte vedische Überlieferung, nach der unsere Alltagswelt eine Spiegelung unseres Bewusstseins (Maya) sei.

Die Dekohärenztheorie sagt auch, dass Teilchen nur scheinbar im Raum lokalisiert seien; in Wirklichkeit gebe es keine Partikel, ebenso wie es auf einer fundamentalen Ebene keine Zeit gebe. (Weise aller Zeiten haben behauptet, auf höherer Bewusstseinsebene gebe es keine Vergangenheit und Zukunft, nur allumfassende Gegenwart.)

Nach der Theorie der parallelen Universen (pU) von Everett, kommt es streng genommen nie zum Wellenkollaps, was hier nicht weiter ausgeführt werden muss. Die zunächst bizarr anmutende Theorie der Parallelwelten (als Modifikation oder Ergänzung der Dekohärenztheorie) gewinnt allerdings nach Zeh, Tegmark und Wheeler zunehmend die Unterstützung der Physiker. Es muss einer anderen Arbeit vorbehalten bleiben, die verblüffenden Parallelen zu den überlieferten, «esoterischen» Theorien der verschiedenen Realitäts- bzw. Bewusstseinsebenen aufzuzeigen.

Der Exkurs in die Vorstellungen der modernen Physik wäre unvollständig ohne die Erwähnung des Quantenvakuums, eines nichtmateriellen Energiemeeres, das den kosmischen Raum erfüllt. Die Vakuum- oder Nullpunktenergie, dichter als die Energie der Materie und grösser als die Energie aller Galaxien des Universums, bietet Erklärungen für die Trägheit, die Gravitationskraft und erklärt Masse, und damit Materie als eine Struktur, die aus Vakuumenergie entsteht und keine fundamentale Grösse des Universums ist. Die Vakuumenergie ist für die Aufrechterhaltung der materiellen Welt unabdingbar, ohne deren ständige Wechselwirkung mit den subatomaren Strukturen würden die Elektronen in den Atomkern stürzen und das Universum kollabieren. Wieder erinnern wir uns an uralte Überlieferungen:

«Leere ist Form: Alle Dinge werden aus dem Nichts versorgt; unsere Körper erhalten ihr Leben aus der Mitte des Nichts», oder wie Wang Shihuai, ein konfuzianischer Weiser des sechzehnten Jahrhunderts zitiert wird: «Der Essenz der Phänomene hängt man den Namen Geist an. Dem Wirken des Geistes hängt man den Namen Phänomene an. In Wirklichkeit ist da nur eines ohne Unterschied von innen und aussen, von dies und das. Was das Universum erfüllt, ist sowohl ganz Geist als auch ganz Phänomene.»

Nach Meinung des Vakuumphysikers Hal Puthoff ist die Nullpunkt-Energie der physikalische Ausdruck des allgegenwärtigen, alles durchdringenden Energie-Ozeans, der alle Phänomene zusammenhält und trägt und in ihnen manifest wird. Er ist auch das, was Mensch und Kosmos verbindet und daher stets – ausser in der wissenschaftlich geprägten Moderne – einen festen Platz im Bewusstsein der Menschen hatte. Dieser vorwissenschaftliche Begriff von kosmischer Energie tritt nach Putoff in vielen Traditionen unter vielen Namen auf, wie zum Beispiel Chi, bzw. Qi und Ki (Daoismus), Prana (Yoga), Mana (Karuna), Baraka (Sufi) Elan vital (Bergson) und so weiter. Vermutlich ist das Vakuum jedoch nicht nur ein Energiemeer, sondern auch ein Informationspool oder nach Wang Shihuai eben Geist bzw. Bewusstsein. Damit wäre auch das von Mystikern aller Zeiten postulierte Weltgedächtnis in eine Theorie eingebettet. Für das hier behandelte Thema von Bedeutung sind die von verschiedenen physikalischen Strömungen bezeugten distanz- und zeitunabhängigen Wirkungen und die Untrennbarkeit von Bewusstsein und Umgebung, bzw. von Geist und Materie. Damit ist eine theoretische Grundlage gelegt für geistiges Heilen und insbesondere für Fern- und Gebetsheilen und natürlich auch für Phänomene wie Telepathie, «Remote Perception», also Fernwahrnehmung usw., die seit mehr als vierzig Jahren intensiv erforscht werden.