Mit ‘Zeit’ getaggte Artikel

Tempus fugit – Die Zeit vergeht

Freitag, 31. Dezember 2010

In wenigen Stunden ist es wieder so weit, dass Silvesterfest geleitet uns mit Donnerschlägen ins neue Jahr. Die meisten von uns begehen dieses Ritual fröhlich und ausgelassen, ohne vielleicht wirklich zu realisieren, dass wieder ein weiteres Jahrzehnt verstrichen ist. Oder haben wir es verstreichen lassen? Kommt es Ihnen nicht auch so vor, als sei es Gestern gewesen, dass man das neue Millennium gefeiert hat? Doch wieso verstreicht die Zeit aus unserer zumindest subjektiven Wahrnehmung immer schneller? Ist es unser sprichwörtlich schnelllebiger Zeitgeist? Oder leben wir unsere eigene Lebenszeit verschwendend von Tag zu Tag?

Die Zeit ist das Einzige was man mit Leere füllen kann

Wir sollten daher wieder anfangen mehr auf Kleinigkeiten zu achten, sich den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, anstatt sich von Termin zu Termin zu hetzen. Vielleicht sollten wir versuchen die Welt (wieder) aus den Augen eines Kindes zu sehen. Unsere verlorene kindliche Sicht der Dinge wiederzufinden könnte das Leben eines Jeden von uns bereichern und entschleunigen. Geben Sie Ihrem Bewusstsein einen Ruck und lassen Sie mal wieder los. Unsere Welt ist ein großer Spielplatz, lasst uns Spaß haben und nicht in Tristesse ertrinken.

Ein frohes Fest und entschleunigtes Jahr 2011 wünscht die Nexworld-Redaktion

Läuft die Zeit immer schneller – Teil 3

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Die Zeit läuft schneller!

Seit Anfang der 1990er Jahre kursieren Gerüchte, die Zeit liefe schneller. Niemand wusste so recht, wie das eigentlich vor sich gehen könnte, aber alle redeten erst einmal mit. Manche sprachen von einer Verlangsamung der Erdrotation, andere bemühten das Einwirken außerirdischer Intelligenzen, dritte waren überzeugt, es handle sich schlicht um einen Reinigungsprozess der Erde, der sich entsprechend auswirke. In der Rückschau bestätigt sich manches, während die Masse der Vermutungen weit daneben lagen. Es gab auch eine Gruppe, die vehement die Ansicht vertrat, es handele sich lediglich um eine veränderte Wahrnehmung, die mit zunehmendem Alter einsetze.

Auf den letzten Punkt lohnt es, etwas genauer einzugehen. Dass sich die Wahrnehmung von Zeit tatsächlich mit zunehmendem Alter verändert, kann vermutlich jeder an sich selbst beobachten. Aber warum ist das so? Hat es mit den gleichen Phänomenen zu tun, die Gegenstand der Betrachtung dieses Artikels sind ? Eher nicht, denn wenn ich den Aussagen von Menschen der Generationen meiner Großeltern und Eltern Glauben schenken darf, dann war dieses subjektive Empfinden zu allen Zeiten vorhanden! Es sollte also noch weitere Einflussgrößen geben, die eine bedeutende Rolle bei der Wahrnehmung von Zeit spielen, und dem ist auch so.

Frage: Wie schnell vergeht die Zeit, wenn Sie einer Tätigkeit nachgehen, die Sie Ihrem schlimmsten Feind nicht wünschen würden? Für manche mag es sich um das Ausfüllen der Steuererklärung handeln, andere haben einen Horror vor Hausarbeit. Was immer es für Sie persönlich auch sei, der Effekt ist zu einhundert Prozent identisch: Die Zeit vergeht im Schneckentempo. Es fällt Ihnen sicher leicht ein Beispiel für die Gegenprobe zu finden! Rufen Sie sich eine schöne, angenehme, vielleicht sogar mit Enthusiasmus verbundene Situation ins Gedächtnis, wie immer diese auch für Sie aussehen mag. Und? Genau, die Zeit rast! Jeder Sportler weiß, wie die Zeit verfliegt, wenn man nur noch fünf Minuten hat, um einen Rückstand aufzuholen.

Aber, woran liegt das? Worin liegt der Unterschied in der Qualität der jeweiligen Zeit? Wie intensiv erleben Sie das, was Sie tun, wenn die Zeit kriecht und wie sieht’s mit der Intensität aus, wenn das Gegenteil der Fall ist? Der Unterschied liegt auf der Hand. Je intensiver mein Erleben ist, desto schneller vergeht die Zeit. Je intensiver ich jeden einzelnen Moment erlebe, desto mehr verliere ich das Gefühl dafür, wieviel Zeit vergangen ist. Je mehr ich im Moment bin, desto weniger existiert Zeit für mich. Im Moment sein bedeutet nichts anderes, als eins zu sein mit meinem ICH BIN, meinem inneren Wesenskern, meiner Göttlichkeit. Es bedeutet auch die Abwesenheit von Gedanken, die mich von dem ablenken, was ich gerade tue. Es bedeutet mit ganzem Herzen bei der Sache zu sein. Es bedeutet auch das Gegenteil von Multi-Tasking. Es bedeutet, bei einer Sache zu sein, völlig ungeachtet aller Umwelteinflüsse. Es bedeutet aufzugehen in diesem einen Moment und damit die Zeit rasen zu lassen. So, wie wir es als Kind allesamt konnten…

Eckhart Tolle’s Arbeit illustriert all das ganz wunderbar und gibt dem Leser Möglichkeiten an die Hand, sich im Erleben des Momentes zu üben. Über den Moment erschließt sich der innere Raum der Stille, der Ihren ganz individuellen Zugang zu etwas darstellt, was als zeitlose Ewigkeit bezeichnet werden könnte. In unserem Kontext nenne ich es den Hintergrundraum oder Hyperraum.

Fortsetzung folgt…

Auflösung des “Großvater-Paradoxons”

Montag, 23. November 2009

Nach der Viele-Welten-Theorie tritt das oben erwähnte Paradoxon der zeitreisenden Person gar nicht auf! Wenn die klassische Raumzeit geschlossene zeitartige Kurven enthält, dann müssen die vielen Universen quantenmechanisch irgendwie miteinander zu einer verwickelten Raumzeit verknüpft sein. Diese Verbindungen zwingen die zeitreisende Person, bei ihrer Reise in die Vergangenheit in einem Universum anzukommen, das bis zum Augenblick ihrer Ankunft völlig identisch ist mit ihrem Universum, das sie verlassen hat. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich das Universum, in dem die Person ankam, je nachdem, wie sie handelt.

Entweder sie verhindert ihre eigene Geburt, dann wird sie nie geboren. Oder sie verhindert ihre Geburt nicht und wird geboren. Die Person kommt jedoch mit Sicherheit nicht in jenem Universum an, das sie verlassen hat. In diesem Universum wird die Person ohne Zweifel geboren, und ihre Mutter trifft nie jene Person, die später ihr Kind ist. (Denn würde sich ein Treffen ergeben, dann würde das nächste Paradoxon daraus entstehen, daß die Mutter sich im einen Fall an eine Begegnung erinnert, jedoch im ursprünglichen Universum, aus dem die Person abreiste, ihre Mutter sich an keine solche Begegnung erinnert. Auch das würde dem Autonomieprinzip widersprechen.)

Der Handlungsspielraum der Person ist durch die Zeitreise also nicht eingeschränkt. Die Viele-Welten-Theorie der Quantenmechanik ist, selbst wenn es Zeitschleifen gibt, mit dem Autonomieprinzip vereinbar. Zusammenfassend muß festgestellt werden, daß aus Sicht der Quantenmechanik Zeitschleifen nichts Ungewöhnliches sind und mit allen geforderten Prinzipien vereinbar sind. Selbst das vielzitierte Argument Stephen Hawkings, daß, wenn es Reisen in die Vergangeheit gäbe, wir von Touristenscharen aus der Zukunft bereits heimgesucht worden wären, gilt nicht. Eine Zeitschleife reicht nämlich nur bis zu dem Moment zurück, in dem sie entstanden ist. Würde also im Jahre 2070 eine Zeitschleife konstruiert werden, könnten ihre späteren Benutzer/innen frühestens bis ins Jahr 2070 zurückreisen.